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Abt. Gedanken zur Situation beim FC Winterthur

Nehmen wir an, dass Winti in den verbleibenden Spielen die nötigen Punkte zum Klassenerhalt noch holen wird. Nehmen wir an, dass die Liga auf 10 Mannschaften reduziert wird, obwohl ich persönlich glaube, dass dies für den FCW keinen wesentlichen Unterschied machen wird. Nehmen wir an, dass die Mannschaft zum Saisonschluss noch einmal ihr Schönwettergesicht zeigt und sich mit einer tollen Leistung mit den Fans versöhnen wird. Nehmen wir ausserdem an, dass sich zum Saisonschluss alle in den Armen liegen, weil sie froh sind, dass diese Saison überstanden ist.

Dann taucht trotzdem unweigerlich die Frage auf: Wer bestimmt jetzt das Gesicht der Mannschaft für die nächste Saison? Der aktuelle Trainer, der die abgelaufene Saison zu verantworten hat, die man nur als katastrophal bezeichnen kann? Der Präsident, der gerne damit kokettiert, dass er von Fussball keine Ahnung hat? Die Schattenberater Vöge und Sutter, wobei der eine als professioneller Spielerberater mit dem fussballunkundigen Präsidenten die Sportkommission bildet, was mehr als undurchsichtig bezeichnet werden kann, und der andere den Präsidenten und die Spieler in philosophischen und sportweltanschaulichen Fragen berät, ohne jemals wirklich Verantwortung zu übernehmen?

Man kann mich altmodisch nennen oder sogar naiv, schliesslich habe ich meinen Glauben  an einen anständigen Fussball 1975 verloren, als  mein damaliges Idol Karl Odermatt zu YB wechselte. Spieler oder Fan eines Vereins zu sein, war für mich eine moralische Haltung: alle andern in meiner Klasse waren Fans des FCZ, weil die Stierli Brüder aus dem Nachbardorf beim FCZ spielten, für mich jedoch kam das nicht in Frage, weil es mir widerstrebte, mit den anderen im Takt zu marschieren. Und weil ich den Köbi Kuhn schon damals als einen kleinmütigen, mutlosen und heuchlerischen Spiesser empfand. Vorübergehend gewann die Musik von Punk bis Dub meine Leidenschaft, der Fussballvirus hat mich erst in Winterthur wieder infiziert, 25 Jahre nach dem Odermatt Verrat.

Klar, Fussball ist zum Geschäft geworden, mit Merchandising, Mehrheitsaktionären und Modefans. Wer zahlt, befielt. Wer das Defizit am Ende der Saison ausgleicht, kann machen was er will und ist muss keinem Fan gegenüber Rechenschaft ablegen. Der Kauf einer Saisonkarte berechtigt zum Besuch einer Anzahl Heimspiele, ohne Garantie auf Qualität, und zu Nichts weiter.

Trotzdem stelle ich nochmals diese Fragen: Gibt es eine Strategie für die nächste Saison? Wer bestimmt jetzt das Gesicht der Mannschaft? Der aktuelle Trainer, der Präsident, die „Berater“?

Solange diese Fragen nicht stichhaltig beantwortet sind lässt mich das Verwirrspiel hinter den Kulissen des FCW zweifeln, ob man das handwerkliche Knowhow hat, in diesem Geschäft zu bestehen.

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